Babypflege 1 x 1

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Baby nach dem Bad
Foto: Panthermedia/freshes12

Als werdende oder frischgebackene Mom ist man oft unsicher, wenn es um die Pflege des Babys geht. Windeln, Babypflegecreme, Badezusätze: Was darf am Wickeltisch nicht fehlen? NEW MOM weiß Bescheid!

DIE RICHTIGEN WINDELN

Dass man ausreichend Windeln für den neuen Erdenbürger zu Hause haben sollte, ist klar.

  • Doch wie wickeln? Mit Papier-, also Wegwerfwindeln? Oder doch lieber mit Stoff (etwa von Popolini oder Prénatal)? Das ist eine Grundsatzentscheidung, die allein von den eigenen Vorlieben abhängt. In Sachen Umweltbelastung halten sich beide Varianten in etwa die Waage. Übrigens gibt es auch Öko-Wegwerfwindeln im Angebot, die zu 100 Prozent biologisch abbaubar sind (z. B. Fairwindel).
  • Und welche Windelgröße? Je nach Geburtsgewicht kommen für Neugeborene "Newborn" (2–5 kg) und "Mini" (3–6 kg) infrage.
  • Rechnen Sie am Anfang mit einem Verbrauch von rund acht bis zehn Windeln pro Tag.
  • Oder man schließt sich der Windelfrei-Bewegung an: Demnach hätten Babys von Geburt an und nicht erst, wie nach herrschender pädagogischer und kinderärztlicher Sicht, erst im dritten Lebensjahr Kontrolle über ihre Ausscheidungen ...

WUNDER POPO?

Roter Popo muss nicht sein! Fürs Saubermachen beim Wickeln reichen grundsätzlich warmes Wasser und ein Waschlappen. Wenn es Ihnen lieber ist, können Sie auch Pflegetücher parat halten; besonders praktisch sind diese für unterwegs!

Die meisten Feuchttücher bestehen aus Vlies und sind mit einer Flüssigkeit (Öl oder Lotion) getränkt. Aber es gibt auch Feuchttücher mit 99 Prozent Wasseranteil – sie bieten eine unbedenkliche Alternative auch für empfindliche Haut.

  • Vor Nässe und Wundwerden bewahren spezielle Schutzcremen. Nicht zu dick auftragen!
  • ACHTUNG: Babypuder sollte nicht mit Babyöl oder Creme kombiniert verwenden, da es zu Klumpenbildung und Hautreizungen kommen kann.
  • Bei einem wunden Po helfen spezielle Zinksalben aus der Apotheke.

TiPP: Lassen Sie Ihr Baby möglichst oft frei strampeln. Das macht ihm Spaß ... und beugt einem roten Popo vor.

DIE TÄGLICHE WÄSCHE

Die Haut Ihres Lieblings ist bis zu fünfmal dünner und empfindlicher als die eines Erwachsenen. Da die Talgdrüsen den schützenden Fettfilm noch nicht ausreichend bilden können, neigt die Haut zu Trockenheit. Nach jedem Kontakt mit Wasser und Seife braucht es einige Zeit, bis sich wieder eine Schutzschicht aufgebaut hat.

  • Waschen und baden Sie Ihr Baby daher nicht zu oft und vor allem nicht mit Seife.
  • Grundsätzlich ist die tägliche Reinigung mit warmem Wasser und Waschlappen (einem für den Körper und einem für den Po!) ausreichend – dabei die Milchreste in den Halsfalten nicht vergessen!
  • Greifen Sie bei Körperreinigungsprodukten ausschließlich zu solchen für Babys mit milden Waschsubstanzen und rückfettenden Komponenten.

In jedem Fall sollte die Devise lauten: weniger ist mehr.

Baby nach dem Baden
PantherMedia / FamVeldman

BADEN : HÖHEPUNKT DER WOCHE

Viele Babys lieben Baden, werden sie doch an die Zeit in Mamas Bauch erinnert. Zu häufiges Baden kann aber den natürlichen Schutzfilm der Haut zerstören, und der soll krank machende Erreger abhalten. Ein- bis höchstens zweimal pro Woche reicht völlig aus.

  • Um den Fettfilm der Haut nicht zu sehr zu belasten, sollten rückfettende Badezusätze zum Einsatz kommen, etwa ein rückfettendes Öl- oder Cremebad für Babys mit Kamille, Weizenkeim- oder Mandelöl. In den ersten sechs Lebensmonaten lässt es sich auch für Körper- und Haarpflege verwenden. Danach empfehlen sich Babyshampoos mit rückfettenden und hautberuhigenden Wirkstoffen.
  • Das Baby nicht länger als fünf bis zehn Minuten im warmen Nass – bei rund 37 Grad Wassertemperatur – lassen. Damit es danach nicht friert, auch auf eine angenehme Raumtemperatur von mindestens 23 bis 25 Grad achten!

SPEZIELLE KÖRPERPFLEGEPRODUKTE

Leidet Ihr Baby nicht unter trockener Haut, dann braucht es kein tägliches Eincremen, da das natürliche Gleichgewicht der Haut gestört werden könnte. Bei trockener Babyhaut dagegen ist Eincremen sehr wichtig.

  • Auch hier gilt: Nur spezielle Baby- Pflegeprodukte mit möglichst wenig Duft- und Konservierungsstoffen verwenden, die den erhöhten Feuchtigkeitsbedarf stillen und die geringere Talgdrüsenproduktion der Babyhaut ausgleichen.
  • Auch Babyöl können Sie zum Einmassieren verwenden - nutzen Sie die Chance auf Streicheleinheiten!

HAUTAUSSCHLAG - WAS TUN?

In den ersten Lebenswochen kann im Gesicht und am Hals des Säuglings, vermutlich bedingt durch die Hormonumstellung nach der Geburt, ein Ausschlag auftreten. Jedes fünfte Baby ist betroffen, Buben häufiger als Mädchen.

  • Keine Sorge: Diese sogenannte Neugeborenenakne heilt ohne Behandlung von selbst wieder ab.
  • Schuppende, gelbrote, auch nässende Flecken, vor allem auf der Kopfhaut, sind Symptome des Milchschorfs. Reiben Sie die Haut am Abend mit Oliven- oder einem Vitaminöl ein. Am nächsten Tag die gelösten Schuppen mit weichem Tuch ablösen oder Haar und Kopfhaut mit Babyshampoo waschen.

VOR WIND, KÄLTE & SONNE GESCHÜTZT

Wind, Kälte und andere Umweltfaktoren belasten die zarte Babyhaut. Spezielle Wind-und-Wetter-Cremen (Fettcremen ohne Wasser!) schützen die Gesichtshaut im Freien. Sie enthalten oftmals auch einen zusätzlichen leichten Lichtschutz gegen die tägliche UV-Belastung. Der direkten Sonne sollte man Babys nie aussetzen, da ihre Haut noch kein körpereigenes Melanin produziert.

  • Lichtdichte Kleidung, Hut und Sonnenbrille sind der beste Schutz vor den UV-A- und UV-B-Strahlen der Sonne.
  • Nur im Notfall sollten unbedeckte Hautstellen mit Kinder-Sonnenschutzprodukten auf Mikropigmentbasis – möglichst frei von Parfum und Farbstoffen – geschützt werden. Mindestens Lichtschutzfaktor (LSF) 25 verwenden und 30 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien auftragen. Die zarte, empfindliche Babyhaut wird es Ihnen danken!

B U C H T I P P :

DANIELA LANGANKI: BABYPFLEGE. ALLES, WAS ELTERN WISSEN MÜSSEN
Urban & Fischer Verlag
ISBN 978-3-437-27920-1

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